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Beim Annafestumzug erklingt der "Gruß aus Forchheim" 22.07.2017 21:00 Uhr

Rund 500 Teilnehmer zogen auf die Keller – Besuch aus Frankreich und Italien


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Einen Tag nach dem Anstich auf dem Schindlerkeller feierte Forchheim mit dem traditionellen Festumzug den zweiten Tag in Folge die Eröffnung des 177. Annafestes. Bei glühender Sommerhitze haben nur wenige Zuschauer den Zug mit königlichen Gästen mitverfolgt.

Teil des traditionellen Festzugs vom Rathausplatz zum Kellerwald waren auch die geladenen Königinnen. © Ralf Rödel

Es ist kurz nach 14 Uhr als sich die ersten Zuschauer auf dem Rathausplatz versammeln. Im dritten Obergeschoss in der Kapellenstraße hilft zu dieser Zeit Walburga Heger ihren Freunden von der Forchheimer Theatergruppe Brettla in historische Kostüme, die die Stadt dort gelagert hat. Seit Jahren kümmert sie sich beim Festumzug darum, „dass meine Männer alle schön sind“, sagt sie. Von den Diensten der „Kammerzofe“, wie sich Heger spaßeshalber selbst nennt, kommen auch andere Vereine an diesem Tag in Genuss. Auch Männer und Frauen von der historischen Kostümgruppe des Forchheimer Heimatvereins werfen sich für den Umzug gen Kellerwald in Schale.

Bereits in fränkischer Tracht angereist sind die Heimat- und Trachtenvereine aus Weilersbach und Kirchehrenbach. Beim Holsteiner Dreitour- und Spinnradltanz zeigt die Weilersbacher Volkstanzgruppe ihr Können auf der Bühne des Rathausplatzes. Und auch die Kleinsten von der Kirchehrenbacher Kindergruppe des Trachtenvereins sind an diesem Tag ganz groß dabei. Die Forchheimer Eichendorff-Tanzgruppe erscheint mit einer in weiß gehaltenen Arbeitstracht aus dem Riesengebirge. Nach Forchheim mitgebracht haben diese die aus Schlesien Vertriebenen. Traditionelle schlesische Volkstänze gibt die Gruppe auf dem Parkett zum Besten.

Von Königinnen und Teichnixen

Der Spielmannszug Jahn Forchheim gibt den Takt bei der musikalischen Eröffnung mit dem Laridah-Marsch vor und mit einem „Gruß aus Forchheim“ begrüßt der Musikverein Forchheim-Buckenhofen die Zuschauer und Gäste aus nah und fern. Zu ihnen zählen Feuerwehrfreunde aus den Partnerstädten Rovereto (Italien) und Le Perreux (Frankreich). Und gar hoheitlicher Besuch hat sich für den Festumzug auf den Weg nach Forchheim gemacht. 17 Königskolleginnen hat Forchheims Bierkönigin Carina II. eingeladen.

Kokette Königinnen und Festbier: Der Annafestumzug in Forchheim

An Tag zwei des Forchheimer Annafestes zogen die Schützenvereine, OB Uwe Kirschstein, die Königinnen und der Stadtrat teils in historischen Gewändern vom Rathausplatz zum Kellerwald. Der bunte Zug wurde musikalisch begleitet vom Spielmannszug Jahn Forchheim und dem Musikverein Buckenhofen.

Den weitesten Weg hat Jenifer Fiebow auf sich genommen, die eigentlich gar keine Königin ist. Die junge Frau kommt aus Peitz im Spreewald und vertritt als „Peitzner Teichnixe“ die Fisch- und Karpfenzucht ihrer Region. Zum ersten Mal in Forchheim ist Fiebow vom hiesigen vielen Bier überwältigt. „Bei uns gibt es das nicht.“ Auf die hopfenhaltige Erfrischung im Kellerwald freut sie sich.

Kühlendes heiß begehrt

Es ist kurz nach 15.30 Uhr als der Festzug in Richtung Kellerwald marschiert. Auf dem rund 45 Minuten langen Weg winken nur vereinzelt und grüppchenweise die Zuschauer zurück. Vermutlich lag das an den heißen Temperaturen, denn die schattigen Plätze waren wegen ihrer Kühle heiß begehrt.

Zuerst das Festbier auf dem Schützenkeller genießen konnten die bereits erwähnten Musiker des Spielmannszugs Jahn Forchheim. Sie führten den Umzugstross an. Neben den Tanz- und Musikgruppen gingen die Schützen der Forchheimer Hauptschützengesellschaft den Schützenvereinen der Stadt voraus und ließen ihre Gewehre ertönen.

Auch die lokalen Bundes- und Landespolitiker nahmen am Umzug teil. OB Uwe Kirschstein stand an der Spitze der Stadträte. Landrat Hermann Ulm lief mit Frau Christine in Tracht mit. Auch Alt-OB Franz Stumpf ließ sich diese festliche Gelegenheit nicht entgehen. 

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