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Grapscher und Betrunkene: Polizei-Statistik zum Annafest 01.08.2017 11:41 Uhr

Eine vergleichsweise friedliche Kellerwald-Sause - Weniger Körperverletzungen


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Weniger Prügeleien, weniger Diebstähle und Sachbeschädigungen: Die Polizeiinspektion Forchheim zieht für das diesjährige Annafest Bilanz.

Verstärkte Präsenz: Insgesamt zieht die Polizei ein positives Fazit für das 177. Annafest. (Archivbild) © Ralf Rödel

Laut Statistik waren Polizeikräfte bei insgesamt rund 90 Einsätzen für die Sicherheit der Festbesucher gefordert. Neben Hilfeleistungen, streitschlichtenden Maßnahmen und Erhöhung der sichtbaren Polizeipräsenz, bildeten diverse Ordnungsstörungen sowie Aufnahmen von Straftaten die Einsatzschwerpunkte.

Demnach gab es in diesem Jahr 15 Fälle von Körperverletzungen (2016 waren es 21), einen Raub und sechs Diebstähle (2016 waren es sieben), 13 Fälle von Beleidigung, neun Sachbeschädigungen (im Gegensatz zu elf im Vorjahr) sowie vier festgestellte Trunkenheitsfahrten. Allerdings nahm die Polizei heuer 23 Menschen in Gewahrsam, die sich – zumeist betrunken – sehr aggressiv zeigten. Im Vorjahr waren es 21 Fälle.

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Generell seien die Körperverletzungsdelikte in diesem Jahr rückläufig gewesen, heißt es in der Bilanz. Auch kam es zu keinen schweren Verletzungen. Aber zwei sexuell motivierten Straftaten vermeldet die Polizei: Eine junge Frau wurde zunächst gegen ihren Willen geküsst und dann in ein Auto gezogen. Erst als der Fahrer des Pkw bemerkte, dass seine zwei Passagiere offensichtlich kein Paar waren, ließ er die Dame unverzüglich aussteigen. Einer weiteren jungen Frau wurde vor einer Bar in der Innenstadt im Anschluss ans Annafest gegen ihren Willen an den Po gefasst.

Sachbeschädigungen spielten sich heuer wieder vorwiegend an Zäunen und an geparkten Pkw im Kellerbereich ab. Insgesamt forderten zahlreiche, teilweise stark alkoholisierte Festbesucher seitens der Polizei viel Fingerspitzengefühl. Während es bei den meisten Fällen bei Belehrungen blieb, mussten – neben den 23 Personen, die in Gewahrsam genommen wurden, gegen 21 weitere zumindest für den jeweils laufenden Annafest-Tag ein Platzverweis erteilt werden.

Die Überwachung des Jugendschutzes erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Jungendamt Forchheim. Die Mitarbeiter der Sicherheitswacht Forchheim, die vor allem in den Nachmittagsstunden eingesetzt waren, leisteten erneut einen wertvollen Beitrag für ein sicheres Annafest. Gemessen an der Vielzahl der Besucher sei überwiegend gesellig und friedlich gefeiert worden, resümiert die Polizei. 

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