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Pretzfelder Nikl-Bräu erstmals am Annafest mit dabei 20.04.2018 17:30 Uhr

Der Gerstensaft wird am Nürnberger Tor Keller ausgeschenkt — Uwe Koschyk verlässt "Schlößla"


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Das Gastro-Karussell dreht sich nicht nur in der Innenstadt, sondern auch im Kellerwald: Mike Schmitt und seine Pretzfelder Brauerei Nikl-Bräu sind in diesem Jahr erstmals während des Annafestes am Nürnberger Tor Keller mit dabei. Kellerwald-Urgestein Uwe Koschyk indes wendet sich weg vom Schlößla nach Eggolsheim.

Am Nürnberger Tor Keller kommt während des Annafestes Nikl-Bier in die Krüge. © Roland Huber

"Seit ich abends fort darf, geh’ ich aufs Annafest", erzählt Mike Schmitt. Seit zwölf Jahren ist Schmitt der Herr am Sudkessel der Pretzfelder Nikl-Bräu und schenkt dabei nicht nur in seinem Gasthaus in Pretzfeld aus. Auch am Walberla-Fest gibt’s Nikl-Bier. Am Nürnberger Altstadtfest, so erzählt er, habe er eine Hütte gekauft, um auch die Nürnberger vom Gerstensaft aus Pretzfeld zu überzeugen.

Seit vier Jahren hat er Gespräche geführt, um am Annafest Fuß zu fassen, in diesem Jahr ist es soweit: Am Nürnberger Tor Keller wird heuer erstmals Bier aus Pretzfeld ausgeschenkt. Der Keller vis-à-vis des Riesenrads gehört zu den kleinsten Schankstätten im Kellerwald, Platz für Besucher ist an 13 Biertischgarnituren. Ansonsten will Schmitt die Laufkundschaft ansprechen.

In den Vorjahren wurde am Nürnberger Tor Keller unter anderem Reh- Bier aus dem Ellertal ausgeschenkt und zuletzt "Mauerscheißer", ein Bier, das Pächter Christof Kauer bei Conny Krug in Breitenlesau extra fürs Annafest brauen ließ.

Für die Annafest-Besucher will Schmitt helles Zwickl und helles Weizen ausschenken. Außerdem wird übernächste Woche speziell fürs Annafest ein extra Festbier gebraut, das am Nürnberger Tor Keller in die Steinkrüge wandert. Brotzeit und warme Speisen bezieht Schmitt vom gleich daneben gelegenen Schindler-Keller. Der Brauereigasthof in Pretzfeld, so betont Schmitt, bleibt auch während des Annafestes geöffnet.

Ein "alter Hase" im Keller-Geschäft ist Uwe Koschyk, der den Schlößla-Keller von 1995 bis 2005 und auch in der letzten Saison 2017 betrieben hat. Doch in diesem Jahr hat sich Koschyk aus dem Kellerwald verabschiedet. "In den letzten zehn Jahren haben sich die Rahmenbedingungen gewaltig verändert", erzählt er mit Blick auf das Annafest, "da hängt ein Riesenapparat dran, um solch einen Keller am Laufen zu halten". Die Kosten seien explodiert und gerade die Sicherheitsauflagen enorm. Koschyk konzentriert sich ganz auf den Eggolsheimer Keller "Schwarzes Kreuz", "da ist’s gemütlich und beschaulich". 

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