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600 Gläubige bei Annafest-Gottesdienst in Forchheim 28.07.2019 19:30 Uhr

Der Schlößla-Keller entpuppte sich als Ideallösung


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Beten, wo sonst Bier ausgeschenkt wird: Freiluft-Gottesdienst zog rund 600 Gläubige auf den Schlößla-Keller.

Mittendrin im Annafest und doch in einer Einzellage: Der Schlößla-Keller entpuppte sich als idealer Ort für den Gottesdienst.

Halleluja! Dachten sich wahrscheinlich die Spaziergänger und Jogger, die im morgendlichen Kellerwald ihre Runden drehten, als das "Halleluja" aus hunderten Kehlen am Schlößla-Keller erklang, weit bevor die Buden öffneten und sich die Wirte für den Annafest-Ansturm am Sonntag rüsteten.

Dort, wo allabendlich die Rockbands die Bässe wummern lassen, hatte ein Helferteam der Kirchengemeinde St. Anna die Bühne zum Altar werden lassen, mit Sonnenblumen, einem Standbild der Heiligen Mutter Anna, Maria und dem Jesukind und die gegenüberliegende Empore des "Schlößla" wurde zum Kirchenrund.

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Fliegen, schweben, schwimmen: Auf dem Annafest gibt es viele Möglichkeiten, der Schwerkraft zu entfliehen. Das erfreut nicht nur die Kinder.

War die Open-Air-Premiere des Annafest-Gottesdienstes im vergangenen Jahr auf den Unteren Kellern im wahrsten Wortsinn ins Wasser gefallen und der Standort für den Gottesdienst damals eher suboptimal, war in diesem Jahr der Ort perfekt gewählt: Mittendrin im Annafest und doch in einer Einzellage, entpuppte sich der Schlößla-Keller als Ideallösung. Rund 600 Besucher waren aus allen Teilen der Stadt und weit darüber hinaus gekommen, um gemeinsam den Fest-Gottesdienst unterm Blätterdach zu feiern, zu dem alle katholischen Pfarreien der Stadt eingeladen hatten.

Ministrantenschar mit Fahnen

Zelebriert wurde die Messe von Regionaldekan Martin Emge und Pfarrer Heinz Weierstraß. Eine große Ministrantenschar mit Fahnen begleitete den Gottesdienst und auch die Königlich privilegierte Hauptschützengesellschaft war mit Fahnen dabei. In seiner Predigt blickte Pfarrer Martin Emge auf die Namensgeberin des Anna-Festes, auf die Heilige Anna, die ja die Oma Jesu war. Wie wichtig das Miteinander der Generationen sei, stellte der Geistliche heraus, wie wichtig eine Großmutter, die Zeit für die Enkelkinder hat.

"Mutter Anna ist die Beste, weil Oma die Beste ist", sagte Emge, der mehr gegenseitigen Respekt einforderte und auch die "jungen Alten", die "mit dem Ruhestand noch keine Ruhe haben" aufforderte, einen "Teil ihres großen Zeitbudgets der jungen Generation zu schenken", und sei es, aufs Annafest bezogen, bei einem gemeinsamen Kirchweih-Besuch, wo ein Karussell Menschen von 0 bis 100 zum Mitfahren einlädt.

Dreimal gab es spontanen Applaus während des einstündigen Gottesdienstes, den die "Spontanband", die eigens für den Annafest-Gottesdienst zusammengekommen war, musikalisch flott umrahmte.

Auch Martin Emge konnte in seinem Schluss-Segen seine Begeisterung nicht zurückhalten, dass "Schützen, Wallfahrer und Gläubige in diesem schönen Ambiente zusammengekommen waren", und wünschte, flankierend zu seiner Predigt "schöne Feierstunden und Begegnungen der Generationen untereinander". Auch Annafest-Bürgermeister Franz Streit lobte "die super Atmosphäre", ebenso wie Pater Weierstraß und zahlreiche Gläubige die betonten: "Es war eine Bereicherung." 

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