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Die Fröhlichs aus Berlin sind vom Annafest-Virus infiziert 05.08.2019 07:00 Uhr

Familie aus Ludwigsfelde besucht seit Jahren den Kellerwald


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"Gibt es einen Annafest Virus?" Roland Fröhlich aus Ludwigsfelde, einer Kleinstadt südlich von Berlin, weiß es nicht - aber er fühlt sich infiziert. Und das seit fünf Jahren, als er zum ersten Mal zum Annafest in Forchheim war.

Roland Fröhlich (rechts) zusammen mit Frau Eva und seinem Bruder Detlef vor dem Riesenrad. Seit fünf Jahren kommen die Brandenburger jährlich zum Annafest. © Edgar Pfrogner

Seitdem nimmt er jedes Jahr 430 Kilometer in Kauf und kommt mit seiner Frau Eva in den Kellerwald. 2019 war er zum ersten Mal beim Anstich zum Festauftakt dabei und hat sogar eines der begehrten Freibiere ergattert.

Das Bier überhaupt! „Als Berliner Kind weiß man gar nicht, dass Bier so lecker schmecken kann.“ Auch deshalb sind die Fröhlichs in Franken „hängen geblieben“ und verbringen jedes Jahr ihren Urlaub in Forchheim. Fünf von fünf Tagen waren die Fröhlichs dieses Jahr auf dem Annafest.

Verstecktes Forchheim-Gen

Und irgendwo im tiefsten Inneren der Fröhlich-DNA muss ein Forchheim-Gen schlummern. Denn in Erlangen haben sich die Fröhlichs schon das Festgelände der Bergkirchweih angeschaut und haben für sich persönlich einen Schluss daraus gezogen: „Die Bergkirchweih mag ja schön sein, aber das Annafest ist viel besser“, sagt Roland Fröhlich. „Es ist einfach der Wahnsinn, wie sich das Fest durch den Wald

Hoch die Krüge! Die Bands ließen das Annafest 2019 beben

Ausgelassen zur Musik der Bands feiern und tanzen - das gehört zum Forchheimer Annafest wie das Bier und die Lebkuchenherzen. Am letzten Fest-Wochenende ließen es die Forchheimer auf den Bierbänken krachen.

weitläufig schlängelt. Da ist für jeden etwas dabei“, schwärmt er. Unter den Bäumen sitzen, Musik hören oder es abseits der Bands ruhig angehen lassen – das wollen die Fröhlichs auch nächstes Jahr wieder und haben ihre Unterkunft schon gebucht. Ein Jahr im Voraus ist ein Muss. Sonst ist kein Platz mehr frei. Diese Erfahrung haben die Fröhlichs schon gemacht.

2020 wird dann auch Fröhlichs Bruder Detlef das Paar begleiten. Dieses Jahr war er zum ersten Mal dabei und sofort begeistert, sagt Bruder Roland. Er freut sich schon auf den Großen Annafestzug 2020, mit dem die Stadt das 180. Fest feiert. Einquartiert haben sie sich in der Nähe zum Kellerwald. Und das hat einen Grund. „Nächstes Jahr gehen wir zum ersten Mal alla Dooch aufs Annafest“, sagt Roland Fröhlich im einwandfreien fränkischen Dialekt. An der Diagnose gibt es daher keinen Zweifel: Die Fröhlichs, sie sind infiziert vom Annafest-Virus.

 

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