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Forchheim: Bürgermeister will Schwächen im Kellerwald aufdecken 02.07.2020 06:30 Uhr

Vor neuer Gestaltungssatzung soll erst Status Quo skizziert werden


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Wenn Besuch kommt, dann wird das Wohnzimmer aufgeräumt. Für den Kellerwald scheint dies allerdings nicht zu gelten: Bei einem Rundgang, zu dem Bürgermeister Udo Schönfelder (CSU) Stadträte, Verwaltung und externe Experten geladen hatte, zeigte sich des Forchheimers Wohnzimmer hingegen teils in einem erschreckenden Zustand.

Auch das ist der Kellerwald: Kaputte Bistro-Tische und ausgemusterte Heizkörper am Schlössla-Keller. Mittlerweile wurden die Gegenstände, versichert der Pächter, fachgerecht entsorgt.

© Ralf Rödel

Treppenstufen, zentimeterhoch mit Laub bedeckt, Schankstätten, die zwar (noch) nicht benutzt werden, aber an deren alten Eingangstoren die Spinnen Party feiern, herausgebrochene Holzbalken, so viele, dass man sie nicht zählen kann, Zaunelemente, alte Heizkörper und Kabelstränge: Einladend sieht anders aus.

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Um den Status Quo im Kellerwald zu skizzieren hatte Annafest-Bürgermeister Udo Schönfelder eingeladen, mit dem Ziel einer Stärken-Schwächen-Analyse und dem Fernziel einer schon so lange angedachten Gestaltungssatzung.

Denn keine Sommersaison vergeht, in der nicht über das Aussehen des Kellerwaldes und seiner Keller diskutiert wird. Stahltreppe ja oder nein? Plastikplane schön oder hässlich? Mülltonnen und Abfallbehälter wohin? Undsoweiterundsofort.

Doch die Probleme, und auch die Ansätze, diese Missstände zu lösen sind vielschichtig: Das fängt bei den Besitzverhältnissen an, bei den Verantwortlichkeiten, Absprachen, Abmachungen, dem Inhalt von Pachtverträgen und endet bei dringend nötigen Investitionen wie etwa Fettabscheidern, neuen Küchen und Schankanlagen.

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„Die Eigentümer müssten mehr investieren“, sagen etwa Carola Bernklau, die den Neder-Keller gepachtet hat und auch Ramo Bajric, dessen Tochter den Schlössla-Keller von Familie Hebendanz gepachtet hat. Neue Biertischgarnituren, im Idealfall mit Rückenlehnen, die man im Winter einmotten könnte, um anschließend den Boden sauber zu fegen etwa, wünschen sie sich. Denn gerade in diesem Corona-Jahr ohne Annafest sei die Gelegenheit dazu so gut wie sonst nie, sagen beide.

„Ziemlich ärgerlich“, so Bajric, sei überdies gewesen, dass eine grüne Abdeck-Plane, die den „Müll des vorherigen Pächters“ verbergen sollte und just beim offiziellen Termin Heizkörper, Holz und Stehtische offenbarte, vom Wind weggeblasen wurde.

„Ich hab’ das vorher nicht gesehen“, sagt Bajric auf Nachfrage. Fritz Hebendanz habe ihn gebeten, den Müll wegzufahren und zu entsorgen. „Wenn Sie heute zu uns kommen, dann ist’s als wäre nichts gewesen.“

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