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Bayerns größter Biergarten 15.07.2016 18:46 Uhr

Der Forchheimer Kellerwald ist nicht nur zum Annafest etwas Besonderes


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30.000 Sitzplätze bieten die Bierkeller im Forchheimer Kellerwald. Selbst der Münchner Hirschgarten mit seinen knapp 8000 Plätzen sieht daneben ganz schön alt aus. Von den Preisen und der Qualität Bieres wollen wir lieber gleich gar nicht sprechen.

Annafest © Domescu Möller

Für nicht-oberfränkische Ohren klingt es sicher ungewohnt, aber zwischen Bamberg und Pegnitz geht es nicht selten "auf den Keller", wenn man einen Biergarten besuchen möchte. Schon vor hunderten Jahren pilgerten die Franken vor allem an heißen Sommertagen zu den Lagerstätten ihres mühsam eingebrauten Flüssigmannas, das bei konstanten fünf bis sechs Grad unter Erde und Sandsteinfelsen beste Bedingungen fand. Getrunken wurde und wird an einem schattigen Plätzchen außerhalb oder eben direkt über/auf dem Keller.

Zu den schönsten (und mit ca. 30.000 Sitzplätzen auch größten) Bierkeller-Arealen Bayerns zählt gewiss der Forchheimer Kellerwald. Seit 176 Jahren Schauplatz des Annafests.

24 Bierkellerwirtschaften gibt es im Kellerwald. Viele davon sind nur zum Annafest selbst geöffnet.

Unter dem Blätterdach des Eichen- und Buchenwaldes führt der Weg in drei „Etagen“ den Hang hinauf, wo bis zu 200 Jahre alte Bäume angenehmen Schatten spenden. Ausgeschenkt wird in den 10 „oberen“ und den 14 „unteren“ Kellern beileibe nicht Bier der vier Forchheimer Brauereien Neder, Hebendanz, Eichhorn und Greif. Viele Jahre hatte vor allem die mittelfränkische Wolfshöher Brauerei das Sagen im Kellerwald. Mittlerweile herrscht wieder größere Biervielfalt. Beliebte Biere aus der Region, wie das Unterzaunsbacher Meister-Bräu, Bier der Brauerei Simon aus Lauf, Rotbier vom Nürnberger Schanzenbräu, Reh-Bier aus Lohndorf oder das Bamberger Mahrs-Bräu werden zum Annafest ausgeschenkt. Ein eigenes Haus-Bier hat der Weiß-Tauben-Keller brauen lassen: Das "Täubla".

Die Musik spielt während des Annafests übrigens nicht auf jedem Keller. Auf insgesamt  sechs Musikbühnen haben sich die Wirte geeinigt: Auf dem Hofmannskeller, dem Nederkeller, dem Winterbauerkeller, dem Schäffbräukeller, dem Schlösslakeller und dem Glockenkeller spielen die Bands. Das komplette Programm gibt es hier.

1. Blümleinskeller, 2. Schützenkeller, 3. Nederkeller, 4. Schwanenkeller, 5. Hofmannskeller, 6. Weiss-Tauben-Keller, 7. Eichhornkeller, 8. , 9. Glockenkeller, 10. Schlößlakeller, 11. Nürnberger-Tor-Keller, 12. Schindlerkeller, 13. Greifkeller, 14. Schäffbraukeller, 15. Hebendanzkeller, 16. Kronenkeller, 17. Fritz-Schneider-Keller, 18. , 19. Winterbauerkeller, 20. Löwenbräukeller (Schaufelkeller), 21. Fässlakeller, 22. Kaiserkeller, 23. Brauwastlkeller, 24.

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