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Verlobung am Annafest: Jetzt ist das Traumpaar verheiratet 29.07.2020 15:59 Uhr

Ehemann und -frau: Christian Feeß und Nicole Raithel aus Forchheim


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Vor einem Jahr im Juli haben sich Christian Feeß und Nicole Raithel verlobt – auf dem Annafest. Auch ihre Hochzeit im Juli 2020 wollten sie auf dem Annafest feiern. Dann kam Corona. Doch die beiden lassen sich nicht unterkriegen.

Am "Brauwastl" hat er am vergangenen Annafest um ihre Hand angehalten. Jetzt haben Nicole Raithel und Christian Feeß „Ja, ich will“ zueinander gesagt und geheiratet.

© kissweddings.de

Dem Annafest wohnt ein Zauber inne – für Christian Feeß und Nicole Raithel umso mehr. Auf dem Brauwastl-Keller hat sich der 44-Jährige 2019 ein Herz gefasst und seiner Freundin einen Heiratsantrag gemacht. „Wenige Tage vorher habe ich beschlossen, nächsten Mittwoch mache ich es, wenn Kumpels und Arbeitskollegen dabei sind“, erzählt Feeß.

Als er dann die entscheidende Frage gestellt hat, war der 44-Jährige selbst ein wenig überwältigt: „Ich hatte ehrlich gar nicht gedacht, dass es so ein Aufsehen wird. Ich hab mich dabei ja total auf meine Verlobte konzentriert“, erzählt er lachend.

Erst danach hat er gemerkt, dass alle Leute außen herum gebannt zugeschaut haben. „Ich habe überhaupt nicht mit dem Antrag gerechnet“, gesteht Nicole Raithel.

Mit den Tränen gekämpft

Sie habe zwar schon vorher gemerkt, dass ihr Freund sich an diesem Tag seltsam verhielt, sich aber keine größeren Gedanken gemacht. „Ich habe zu meiner Freundin gesagt, irgendwas stimmt heute nicht.“

Als sie zurück an den Tisch kam, hat sie sich nur gewundert, warum alle stehenbleiben. „Und dann musste ich mich total zusammenreißen, nicht zu weinen, und hab nur genickt, weil ich gar kein Wort herausgebracht habe“, beschreibt sie.

Flitterwochen auf den Kellern

Vor sieben Jahren haben sich die beiden kennengelernt. „Meine Frau kommt ursprünglich aus Kassel und hat sich sofort in den Kellerwald verliebt“, erzählt Feeß. Noch vor dem Annafest 2020 wollte das Paar heiraten, um so die Flitterwochen 2020 auf den Kellern zu verbringen. Die Hochzeits-Location im Landkreis für eine Feier mit 60 Leuten war schon gebucht. Dann kam die Corona-Pandemie.

Anfangs waren beide verunsichert, was das für die geplante Hochzeit bedeutete. Schließlich sagten sie sich, dass sie hinnehmen müssten, wie die Lage gerade sei. „Wir haben dann die große Feier verschoben, wollten aber im kleinen Kreis feiern.“

Und wenn es einen Wettergott gibt, dann ist er ziemlich romantisch und hat ein Herz für die Liebe: „Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter. Einen Tag zuvor hat es noch wie aus Eimern geschüttet, an unserem Hochzeitstag kam das gute Wetter zurück“, freut sich Feeß. Das war auch gut so, denn das Brautpaar war am 17. Juli in einem Mustang Cabriolet unterwegs.

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Ja-Wort in der Kaiserpfalz

In der Kaiserpfalz gaben sie sich das Ja-Wort und feierten anschließend im engen Kreis zuhause unter dem Carport – mit kleinem Hochzeitstanz auf der Straße davor und mit Hochzeitstorte. Und wer hatte seine Hand beim Anschneiden oben? „Wir haben zwei Bilder gemacht, also das war tatsächlich komplett gleichberechtigt“, erzählt Feeß schmunzelnd.

„Wir wollen uns auch herzlich bei meinen Eltern, den Trauzeugen und Freunden für die Organisation bedanken“, sagt Feeß. Ohne sie wäre die Feier unter dem Carport nicht möglich gewesen. „Alle haben mitgeholfen, die Hecke geschnitten, sauber gemacht.“

"Just married"

Abends ist das frisch vermählte Paar mit Musik überrascht worden. „Ein Freund hat stundenlang am Banner mit der Aufschrift ,Just married‘ genäht und uns damit überrascht. Und ich hatte mich vorher noch gewundert, warum er so wenig Zeit für mich hatte.“

Die große Feier musste zwar heuer ausfallen, soll aber nachgeholt werden: „Da feiern wir nächstes Jahr dann umso mehr“, sagt der 44-Jährige. Die nächsten Wochen sind nun verplant. Das Ehepaar und Raithels 20-jährige Tochter bekommen zuhause Zuwachs: Welpe Paul, ein Australian-Shepherd-Labrador-Mix, zieht ein. Feeß erzählt lachend: „Da steht jetzt in den Flitterwochen einiges für uns an.“

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